Praktische Trading Grundregeln

Trading ist ein Geschäft. Und Sie haben die hochqualifizierte Trader aus der ganzen Welt als Mitbewerber. Für dieses Geschäft müssen Sie also vorbereitet sein. Es gibt unzählige Dinge zu beachten und zu lernen. Mehr als hier aufgezeigt werden kann und viel, dass nur über praktische Tradingerfahrung gelernt werden kann. Viele Regeln finden Sie bereits in der einschlägigen Tradingliteratur, wir möchten hier einige praktische Grundregeln vorstellen, die Sie nicht überall finden:

1. Preise entwickeln sich nicht immer linear.

Preise können von einem zum anderen Niveau springen ohne dabei zwangsläufig zu den Preisen dazwischen notiert zu haben. 
Mancher Anfänger meint, die magische Formel gefunden zu haben. Wirtschaftsdaten können große Preisschwankungen verursachen. Kurz vor der Bekanntgabe wird ein Stop Kauf überhalb sowie einen Stop Verkauf unterhalb des Marktpreises platziert. Steigt der Markt, dann wird die Kauforder, fällt der Markt, die Verkaufsorder ausgeführt. Ungeachtet der Preisbewegung ist der Trader somit immer in der richtigen Richtung positioniert. Dieser Ansatz ist zwar richtig, aber … wenn wirtschaftliche Daten publiziert werden entwickeln sich die Preise eben nur selten linear.

Notiert der EUR/USD bei Veröffentlichung der Daten bei 1,3550, dann kann sich der Preis im Anschluss progressiv entwickeln: 1,3570, 1,3585, 1,3613 usw. Linear wäre 1,3551, …52, …53, …54, …55 usw. Mit  einem Stop Kauf bei 1,3555 z.B. wird die Order erst bei 1,3570 ausgeführt, dem ersten gültigen Preis überhalb des Stops. Im besten Fall fällt der Gewinn schlechter aus, im schlechtesten Fall ist der Trader von Anfang an in der Verlustzone. 
 

2. Jede Order nur einmal abschicken.
In der Hektik des Marktgeschehens neigen viele Trader dazu, eine Order mehrmals abzuschicken. Der Grund ist die Ungeduld bis zur Ausführungsbestätigung. Jede Trading-Plattform befolgt dieselbe Regel: Eine Order, die nicht zurückgewiesen wurde, gilt als angenommen und ist gültig. Sofern Sie keine umgehende Ablehnung erhalten, müssen Sie Ihre Order als aktiv und gültig ansehen. Wenn Sie trotz ausstehender Bestätigung weiter auf die Order klicken, generieren Sie mit jedem Klick eine neue Order. Das Resultat ist eine Vielzahl ungewollter Positionen auf dem Konto.

Einige Trading-Plattformen haben eine sogenannte ‘Flat’-Funktion, um offene Positionen mit einem Klick zu schließen. Hierbei handelt es sich um eine Marktorder. Klicken Sie diese nur einmal um sich glatt zu stellen. Ein zweiter Klick vor Bestätigung des ersten führt zu zwei ausgeführten Orders. 
 
3. Achten Sie auf Verfallstermine.
Futures und einige andere Finanzinstrumente laufen zu einer bestimmten Zeit aus. Diese Termine stehen bereits im Vorfeld fest. Etwa 7 Tage vor Ablauf wechseln Trader bereits auf den nächsten Terminkontrakt. Parallel dazu weisen Trading-Plattformen den nächsten Kontrakt als den aktuellen aus, wenn die Volumen in diesem ansteigen. Traden Sie keinen Terminkontrakt wenige Tage vor seinem  Verfallsdatum. 
 
 4. Kann mein Konto ins Negative laufen?
Nein, sofern Sie keinen Hebel anwenden, andernfalls ja. Hebel ist nützlich, sollte aber sorgfältig angewendet werden. Überhebelte Positionen werden durch den Broker liquidiert. Dies geschieht immer “bestens”. Trotz hoher Effizienz der Broker können einige Verluste nicht verhindert werden (eine Aktie schließt bei 10 EUR und öffnet am Folgetag mit 5 EUR).

 

 

 

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