Was ist technische Analyse?

Zur Analyse der Finanzmärkte stehen dem Trader verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Die wohl bekanntesten sind die Fundamental – und die technische Analyse. Gerade im Daytrading wird jedoch der technischen Analyse oft der Vortritt eingeräumt.

Technische Analyse der Finanzmärkte beschäftigt sich mit den Preisdaten, um daraus Rückschlüsse auf den Kursverlauf in der Zukunft ziehen zu können. Bekannt geworden ist diese Anfang des 20 Jahrhunderts in den USA. Hier sollte auch einer der bekanntestenVertreter - John Murphy - genannt werden. Seine Bücher gelten bis heute als Standardwerke der technischen Analyse.

Im wesentlichen beruht die technische Analyse auf drei Grundannahmen:

  • Der Markt diskontiert alles
  • Die Kurse bewegen sich in Trends
  • Die Geschichte wiederholt sich


Diese sollen im Folgenden etwas näher erklärt werden:

Der Markt diskontiert alles

Dies beruht auf den Grundlagen der Theorie über effiziente Märkte (market efficiency theory). Die Annahme ist, dass im aktuelle Kurs, alle verfügbaren Informationen einfließen und damit der Preis der entscheidende Faktor zur Analyse ist.

Die Kurse bewegen sich in Trends

Eine einmal eingeschlagene Richtung (wie z.B. auch in der Physik) wird beibehalten. Also Trends neigen eher dazu bestehen zu bleiben, als zu brechen. Dies ist einer der fundamentalen Gründe für die Empfehlung in Richtung von Trends zu handeln.

Die Geschichte wiederholt sich

Kurse an den Börsen werden von Menschen bzw. Marktteilnehmern gemacht. Dies führt dazu, dass sich Muster (Chartformationen, Kerzenformationen usw.) wiederholen. Auf Basis dieser Grundlage, können diese Formationen und Erkenntnisse zum Trading genutzt werden.

Weiterhin kann zwischen visueller und quantitativer Analyse unterschieden werden. Bei der visuellen Analyse versucht der Trader die Informationen graphisch zu verarbeiten. Weitere Informationen finden Sie in unserem Kapitel über Chart- und Kerzenformationen.

Die quantitative Analyse nutzt sehr oft Indikatoren um Signale zu generieren. Diese können dann sehr oft auch in Handelssysteme integriert und automatisiert werden. Wie man dies erstellen kann, finden Sie z.B. in unserem Kapitel über Handelssysteme.

Indikatoren kombinieren

Häufig werden in der technischen Analyse verschiedene Indikatoren kombiniert. Hier ist es sehr wichtig die Grundlagen und Kernaussagen der Indikatoren zu kennen. Hierzu werden wir nachfolgend verschiedene Gruppen, Trendindikatoren und Ozillatoren, vorstellen.

Trendindikatoren zeigen dem Trader an, ob der entsprechende Wert in einem Aufwärts- oder Abwärtstrend ist. Per Definition sind diese also in Märkten, die einen Trend aufweisen, von Vorteil.

Oszillatoren zeigen oft überkauft oder überverkauft Situationen an. Sie können daher sehr gut in einer Range genutzt werden, um am unteren Ende der Range zu kaufen und am oberen Ende zu verkaufen.

Sie sollten Indikatoren und deren Aussage aus verschiedenen Gruppen kombinieren. Es macht keinen Sinn, z.B. 5 Trendfolgeindikatoren zu nehmen. Diese werden oft ähnlich berechnet und geben daher die gleiche Information.

So kann man z.B. sehr schön einen Oszillator nutzen, um einem Rücksetzer im Trend zu identifizieren und diesen Trend dann zu handeln.

Hier einige bekannte Indikatoren und ihre Klassifizierung:

Trendindikatoren

MACD
Supertrend
DMI
DMX
Parabolic SAR

Oszillatoren

Stochastics
Slow Stochastics
RSI
ROC Rate of Change
CCI Commodity Price Index
Chaikin's volatility

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