Mini-DAX ® Future – der Kleine wird ganz gross

Mini-DAX ® Future – der Kleine wird ganz gross

Ende Oktober 2015 wurde der Mini-DAX® Future an der Eurex eingeführt, seither nimmt das Interesse am kleineren Kontrakt stetig zu.

 Vincenzo Zinnà,

Senior Vice President, Global Equity&Index Sales, Eurex, Derivatives Markets Trading, Deutsche Börse Group

Die Idee, den DAX® Future (FDAX) entweder zu verkleinern oder durch einen weniger schweren Kontrakt, den Mini-DAX® Future (FDXM), zu ergänzen, wurde gründlich mit Marktteilnehmern diskutiert. Schliesslich entschied man sich für die Einführung eines parallelen Kontraktes. Der FDAX sollte als Instrument bestehen bleiben und dazu würde der Mini-DAX® Future für Privatanleger, semi-professionelle Händler wie auch für kleinere Absicherungsgeschäfte eine gute Alternative darstellen. Die ursprünglichen Annahmen haben sich nach etwas mehr als einem Jahr bestätigt: Es sind vor allem Privatkunden, Market Maker sowie algorithmische Händler, die im Mini-DAX® aktiv sind. Da viele Privatkunden vorher – zum Beispiel aufgrund der Kontraktgrösse – nicht FDAX-Nutzer waren und die Market Maker grösstenteils beide DAX-Futures-Produkte parallel quotieren, ist bisher keine Aufspaltung der Liquidität erkennbar.  Das Eigengeschäft der Banken findet im Wesentlichen weiterhin im DAX® Future (FDAX) statt.

Aktuell nimmt der  Anteil des Mini-DAX® gegenüber dem FDAX weiter zu. Der Mini-DAX® handelt zwischen einem Viertel und einem Drittel des FDAX-Volumens gemessen in Kontraktanzahl. Je höher dieser Anteil wird, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass einige Banken beginnen, Ihr Geschäft teilweise oder ganz auf den Mini-DAX® umzustellen.

Chart Volumen Mini DAX Future 

Diese Entwicklung zeigt auch ein Beispiel aus den USA: Dort wurde bereits 1997 mit dem S&P500 E-Mini eine kleinere Alternative zum grossen S&P500 eingeführt. Trotzdem hat es über zehn Jahre gedauert, bevor der kleinere Kontrakt den grossen überholt hat. Heute sind fast 100% des Handels im E-Mini-Kontrakt. Vielleicht dauert es im Mini-DAX® nicht so lange, sollte der DAX das Niveau von 12'000 Punkten halten oder überschreiten und der grosse DAX-Future somit zu schwer werden.

Der Mini-DAX® Future bietet die Möglichkeit, mit einer einzigen Transaktion in den ganzen Markt der deutschen Blue Chips zu investieren oder kurzfristig zu handeln und ist damit eine gute Alternative zu ETFs oder CFDs auf den DAX®. Mit Futures kann man gleichermassen auf steigende wie fallende Kurse setzen, während man als Privatkunde bei ETFs nur auf steigende Kurse setzen kann. Der Spread im Mini-DAX® hat sich kontinuierlich verbessert. Inzwischen sieht man sehr häufig eine Quotierung auf einen Punkt, d.h. die minimal mögliche Geld/Brief-Spanne, was 0.009% des DAX-Wertes entspricht. Die Markttiefe zeigt auch auf, dass jeweils genügend Kontrakte pro Index-Punkt gekauft, resp. verkauft werden können. EinKontrakt entspricht bei einem DAX-Index- Stand von z.B. 12'000, EUR 60'000, die mit einer Eurex-Marge von EUR 4'700 umgesetzt werden können.

Grafik, Volumen Mini DAX

Somit hat der Besitzer eines Future-Kontraktes einen Hebel von 12.7x (Leverage;60'000/4'700). Seit Einführung wurden über 7.7 Mio. Mini-DAX® Futures Kontrakte gehandelt bzw. ein nominales Volumen von ca. EUR 400 Mrd.

Es ist unbestritten, dass sich der Mini-DAX® unterdessen etabliert hat und weitere Marktteilnehmer ihn entweder alternativ zum FDAX oder ggf. verstärkt auch stattdessen handeln werden. Dies zeigt auch das Interesse von Online-Brokern, gemeinsame Webinare und Seminare mit Eurex zum Thema Mini-DAX® zu veranstalten.

Quelle: http://www.eurexchange.com/blob/2931168/b2983be1d538bd1ecc8464d79fcaf9f8/data/Mini_Dax_20170301.pdf

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