Wie kann ich mein Profit-Ratio verbessern? (Teil 2)

Gewinne maximieren

In einem ersten Teil haben wir über die Frage diskutiert warum es sinnvoll ist, unsere Trading-Ergebnisse durch das Maximieren unserer Gewinne zu verbessern. Auf unsere Verluste haben wir keinen Einfluss, sie kommen immer wieder und das einzige, was wir tun können, ist sie zu beschränken. Aber unsere Gewinne können wir "vergrössern". Wir kaufen also dazu, wenn wir "richtig positioniert sind". Wir demonstrieren dies mit einer Position, die wir aufbauen auf den deutschen DAX Index.

Angenommen, der Trader kauft einen CFD Kontrakt, wenn der DAX auf 7.000 Punkte steigt. Den Stop-Loss setzt der Trader auf 6800 Punkte, also exakt 200 Punkte vom aktuellen Marktpreis entfernt. Sein Kursziel liegt bei 8000 Punkten. So hofft er, 1000 Punkte zu erwirtschaften mit einem Risiko von 200 Punkten. Das ist ein Risiko-/Ertragsverhältnis von 1/5, an sich sehr gut. Wenn dieser Trade ein Gewinner wird und das Kursziel erreicht ist, dann kann der Trader mit einem Gewinn von 1.000 € rechnen.

Wie fortgeschrittene Trader arbeiten...

In diesem Beispiel sehen wir, wie das Währungspaar GBP/USD zweimal auf den Widerstand bei 1,5767 gestossen ist. Bei der dritten Berührung durchbricht das Paar den Widerstand. Dann folgen zwei Prüfungen auf diesem Niveau. Ab jetzt ist der Bereich bei 1,5767 zu einer Unterstützung geworden.

Underlying CFDs Entry Stop Exit P/L Initial risk

DAX

1 7000 7000   200 0

DAX

1 7200 7000   0 200

Total

2       200 200

Der Trader ist jetzt Long mit 2 CFD Kontrakten. Der Stop für den ersten Kontrakt liegt jetzt auf Breakeven, nämlich 7000, dem Einstiegpreis. Das erste Kontrakt kann also keine Verluste mehr ergeben, deswegen ist das initial risk = 0. Ausserdem wird der Gewinn um 200 Euro erhöht. Der zweite Kontrakt wurde gerade gekauft, hier ist deshalb noch kein Gewinn vorhanden, und es gibt ein Risiko von 200 Euro.

Der DAX steigt weiter bis auf 7400 Punkte, und der Trader kauft einen dritten Kontrakt:

Underlying CFDs Entry Stop Exit P/L Initial risk

DAX

1 7000 7200   400 -200

DAX

1 7200 7200   200 0

DAX

1 7400 7200   0 200

Total

3       600 0

Kontrakt 1 steht jetzt mit 400 Euro im Gewinn und Kontrakt 2 mit 200 Euro. Zusammen also 600 Euro. Und … wenn wir das Inital Risk anschauen sehen wir, dass der dritte Kontrakt 200 Euro Risiko hat, der zweite Kontrakt kein Risiko mehr hat und der erste Kontrakt hat einen negatives Initial Risk. Was bedeutet das? Es gibt bereits 200 Euro, die durch die Stop Order des ersten Kontrakts abgesichert sind. Dieser Gewinn ist daher sicher. Unter dem Strich gibt es kein Risiko mehr.

Der DAX steigt weiter auf 7600 Punkte, und der Trader kauft ein vierten Kontrakt:

Underlying CFDs Entry Stop Exit P/L Initial risk

DAX

1 7000 7400   600 -400

DAX

1 7200 7400   400 -200

DAX

1 7400 7400   200 0

DAX

1 7600 7400   0 200

Total

4       1200 -400

Jetzt zeigen die ersten beiden Kontrakte ein negatives Initial Risk an. Der dritte Kontrakt steht auf break even und der vierte Kontrakt hat ein Risiko von 200 Euro. Letzten Endes gibt es bereits einen Gewinn von 400 Euro, während der offene Gewinn 1200 Euro beträgt. Eine sehr komfortable Situation für den Trader.

Das Kursziel von 8000 wird erreicht und bei einem DAX-Stand von 7800 könnte der Trader einen fünften Kontrakt kaufen. Lassen Sie uns das Ergebnis anschauen:

Underlying CFDs Entry Stop Exit P/L Initial risk

DAX

1 7000 7800 8000 1000 -800

DAX

1 7200 7800 8000 800 -600

DAX

1 7400 7800 8000 600 -400

DAX

1 7600 7800 8000 400 -200

DAX

1 7800 7800 8000 200 200

Total

5       3000 -1800

Der Trader verkauft alle 5 Kontrakte und kann damit einen Gesamtgewinn von 3000 Euro erzielen. Dies ist 3 Mal mehr als die 1000 Euro Gewinn, die er mit 1 Kontrakt bekommen würde, und ... mit dem selben Risiko! Nämlich 200 Euro!

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